19. April 2016

Gedenkveranstaltung

Am 19. April 2016 gedachten die Angehörigen des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken gemeinsam mit den Pfälzischen Notarinnen und Notaren sowie den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten in der Pfalz den während der Nazi-Diktatur entrechteten, verfolgten, vertriebenen und ermordeten Justizbediensteten und Rechtsanwälten jüdischen Glaubens im hiesigen Geschäftsbereich.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung, an der rund 100 weitere Personen – als herausgehobene Vertreter des öffentlichen Lebens in unserer Region – teilnahmen, wurden die Portraits der Betroffenen auf einem Großbildschirm präsentiert und im Gerichtsgebäude eine Gedenktafel mit den Namen aller Opfer feierlich enthüllt. Die Veranstaltung orientierte sich an ähnlichen Projekten an den Oberlandesgerichten München, Nürnberg und Bamberg in den Jahren 2014 und 2015. An die Begrüßung durch den Präsidenten des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken Kestel schlossen sich Grußworte des Justizministers Prof. Dr. Robbers sowie des Geschäftsführers des Zentralrats der Juden in Deutschland Daniel Botmann an.

Bei seinem anschließenden Vortrag beleuchtete der Historiker Dr. Reinhard Weber, der sich mit dem Thema beruflich seit Jahrzehnten intensiv beschäftigt und der bereits mehrfach hierzu referiert und veröffentlicht hat, eingehend Ursachen und Folgen der seinerzeitigen Geschehnisse in der Justiz. Die Veranstaltung wurde umrahmt von Musikern der Villa Musica Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Prof. Alexander Hülshoff.


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