Präsident des Oberlandesgerichts Bernhard Thurn begrüßt neue Rechtspflegeranwärter

17 Nachwuchskräfte beginnen ihr duales Studium in der pfälzischen Justiz.

Im Justizzentrum Kaiserslautern begrüßte der Präsident des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken Bernhard Thurn 17 Nachwuchskräfte, die nun ihren dreijährigen Vorbereitungsdienst zum Diplom-Rechtspfleger (FH) beginnen.

"Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Berufswahl und wünsche Ihnen ein interessantes Studium, nach dessen erfolgreichem Abschluss Sie mit sehr guten Übernahmechancen in den rheinland-pfälzischen Landesdienst rechnen können", so Präsident Thurn.

Das abwechslungsreiche duale Studium, das Praxis und Theorie verbindet, beginnt an der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen. Nach zwölf Monaten findet die einjährige Studienpraxis bei einem pfälzischen Amtsgericht, Landgericht und einer Staatsanwaltschaft statt. Die praktische Ausbildung wird durch Unterricht in einer Arbeitsgemeinschaft ergänzt, die einmal wöchentlich in Kaiserslautern stattfindet. Das Abschlussjahr findet erneut in Schwetzingen an der Hochschule für Rechtspflege statt. Nach bestandener Rechtspflegerprüfung wird der akademische Grad "Diplom-Rechtspfleger (FH)" verliehen.

Hintergrund:

In Deutschland nehmen etwa 13.000 Rechtspfleger bei Gerichten und Staatsanwaltschaften neben Richtern, Staatsanwälten, Amtsanwälten und Justizfachwirten verantwortungsvolle Aufgaben wahr. Als selbstständiges Organ der Rechtspflege entscheiden sie zum Beispiel in den Bereichen Betreuung, Grundbuch, Vollstreckungsrecht und Insolvenz sachlich unabhängig und eigenverantwortlich. Sie sind bei ihren Entscheidungen nicht an Weisungen von Vorgesetzten, sondern nur an Recht und Gesetz gebunden. Diese sachliche Unabhängigkeit unterscheidet sie von anderen Beamten.

Jedes Jahr werden für das Gebiet der Pfalz Bewerber für den Vorbereitungsdienst zum Dipl.-Rechtspfleger (FH) eingestellt. Schon während der Ausbildung wird ein Gehalt gezahlt. Voraussetzung für die Einstellung ist eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand. Bewerbungen für den nächsten Einstellungstermin (1. September 2019) können auch im Internet unter www.olgzw.justiz.rlp.de - bis 4. Februar 2019 - übermittelt werden.